Auch nach dem Supertuesday ist im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner nichts entschieden. Weiterhin streiten sich Romney, Santorum, Paul und Gingrich um den Platz als Herausforderer Obama’s. Um im Wahlkampf zu Punkten wird jetzt mit immer absurderen Forderungen publik gemacht.
Schon lange fordern die Republikanern die Abtreibung abzuschaffen, was an sich ein nachvollziehbarer Einspruch ist, da der umstrittene medizinische Eingriff zahlreichen ethischen Prinzipien widerspricht. Im Zuge des Wahlkampfes gehen die Republikaner nun jedoch noch einen Schritt weiter und sprechen sich jetzt öffentlich gegen die Verhütung aus. Viele US-Bürger finden, dass sie damit einen Schritt zu weit gehen.
Es kommt einem so vor, als wäre Obama gerade erst gestern zum Präsidenten der vereinigten Staaten gewählt worden, tatsächlich ist es schon wieder vier Jahre her, dass die Welt „Yes, we can“ getönt hat. Hat Obama Chancen zur Wiederwahl oder wird einer der republikanischen Kandidaten siegen?
Der Super Tuesday, an dem für gewöhnlich ein Kandidat der Opposition fest stehen sollte, ging sang und klanglos vorüber.
Zwar hat Mitt Romney seinen Vorsprung etwas ausbauen können, da er aber allgemein nur als das „geringste aller Übel“ gewählt wird, haben auch seine Gegner Ron Paul, Newt Gingrich und vor allem Rick Santorum einige Chancen, das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zu machen – solange das Geld fließt.
Einer der konservativsten Kandidaten wird mehr und mehr zu einem ernsthaften Gegner für Mitt Romney im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur. Warum es so lange gedauert hat und wer Santorum eigentlich ist, kann man hier lesen.
1958 in Virginia geboren, ist Rick Santorum ein echter, gottesgläubiger Amerikaner. Seiner Heimat blieb er treu, mit 32 heiratete er Karen Garver und insgesamt haben sie sieben Kinder, selbstverständlich ist Santorum gegen Verhütung.
An der Penn State University studierte er in den späten 70er Jahren Politikwissenschaften, danach absolvierte er an der Joseph M. Katz Graduate School of Business einen Master in Wirtschaft, zwei Jahre später machte er seinen Doktor an Penn States Anwaltsschule.
Seine Anfänge machte Santorum als Assistent diverser Republikaner, darunter auch der damalige Senator von Pennsylvania Doyle Corman. Zudem setzte er sich dafür ein, dass Anabolika im Wrestling legalisiert würden, da es sich dabei nicht um Sport, sondern um reine Unterhaltung handele.
Wer Präsident der vereinigten Staaten von Amerika ist, zieht bei Amtseintritt in die Gemächer des weißen Hauses ein. Klar, dass man die nicht unbedingt bei einer Führung zu sehen bekommt, aber wie kann man sich den Wohnraum denn vorstellen?
Natürlich kann der Präsident im gesamten weißen Haus schalten und walten, wie er will, allerdings wohnt er spezifisch im zweiten Stock und genau da führt auch die Tour nur bedingt entlang. Die Gemächer haben schon viel Geschichte hinter sich, so schlief selbst Abraham Lincoln in den Zimmern, in denen eine Zeit lang vor allem die First Lady untergebracht wurden.
Im Folgenden eine kleine Listung der Räume des zweiten Stocks und wofür sie genutzt werden:
Amerika liebt charismatische, vorzugsweise halbwegs attraktive Präsidenten, die keine Angst davor haben, kontroverse Meinungen zu äußern. Auch wenn er die anderen Eigenschaften mitbringt, kontrovers ist Mitt Romney wirklich nicht, weshalb sein Sieg nur von der Konkurrenz abhängt.
Mitt Romney ist der amerikanische Posterboy. Aufgewachsen in einem reichen Umfeld, ging er auf eine Privatschule, arbeitete schon früh als Assistent für die politischen Kampagnen seiner Eltern, verbrachte lange Zeit als Missionar (Romney und seine Familie sind Mormonen) in Frankreich und studierte später Jura, schloss mit Suma cum laude ab und machte sich sehr erfolgreich selbstständig.
In den USA führt er derzeit die Umfragen als potentieller republikanischer Präsidentschaftskandidat an, aber neben charismatischem Auftreten und ein paar knackigen Schlagwörtern hat Cain nicht so viel zu bieten, wie sich manche Fans wünschen.
1945 geboren, hat Cain schon so einiges hinter sich, Kolumnist, Geschäftsmann, Radiomoderator, CEO einer Pizzakette, Bankdirektor, Mathematiker in der Navy und – das auch immer noch – immer mal wieder vertretender Minister der Baptistenkirche in seinem Wohnort in Atlanta.
Wirtschaftsboss Cain
In der Wirtschaft kennt er sich aus, im Restaurantbusiness hat er eine Burger King Filiale aufgezogen, die Pizzakette „Godfather’s Pizza“ durch starke Filialenschließung profitabel gemacht und war langjährig CEO der National Restaurant Association, war in der Rolle auch ein großer Einfluss auf den gescheiterten Health Care Plan Clintons im Jahre 1993, mit dem gegenwärtig immer noch aggressiven Argument, dass mehr Kosten für die Arbeitgeber dafür sorgen würden, dass sie weniger Angestellte halten könnten. Cain, dessen Vater bis zu drei Jobs gleichzeitig hatte, um sich ein Haus zu kaufen und seine beiden Söhne aufs College zu schicken, ist mittlerweile weit entfernt von der Arbeiterklasse und verkörpert die 1% ebenso, wie die meisten anderen Kandidaten.