Einer der konservativsten Kandidaten wird mehr und mehr zu einem ernsthaften Gegner für Mitt Romney im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur. Warum es so lange gedauert hat und wer Santorum eigentlich ist, kann man hier lesen.
1958 in Virginia geboren, ist Rick Santorum ein echter, gottesgläubiger Amerikaner. Seiner Heimat blieb er treu, mit 32 heiratete er Karen Garver und insgesamt haben sie sieben Kinder, selbstverständlich ist Santorum gegen Verhütung.
An der Penn State University studierte er in den späten 70er Jahren Politikwissenschaften, danach absolvierte er an der Joseph M. Katz Graduate School of Business einen Master in Wirtschaft, zwei Jahre später machte er seinen Doktor an Penn States Anwaltsschule.
Seine Anfänge machte Santorum als Assistent diverser Republikaner, darunter auch der damalige Senator von Pennsylvania Doyle Corman. Zudem setzte er sich dafür ein, dass Anabolika im Wrestling legalisiert würden, da es sich dabei nicht um Sport, sondern um reine Unterhaltung handele.
Unter den Republikanern ist Ron Paul anscheinend der liberalste, genau deshalb hätte er auch die größte Chance, gegen Obama zu gewinnen. Das hält die republikanischen Medien jedoch nicht davon ab, ihn komplett zu ignorieren.
Mit 76 Jahren ist Ron Paul einer der ältesten Präsidentschaftskandidaten für 2012, gerade deshalb würde man ihm ja zumuten, die traditionellsten Überzeugungen mit zu nehmen. Doch Ron Paul beweist, dass Alter nichts mit Sturheit zu tun hat, indem er selbst für demokratische Verhältnisse teilweise liberale Einstellungen vertritt.
Ron Paul – vom Frauenarzt zum Politiker
1935 in Pittsburgh wurde Ron Paul als Sohn eines Milchhändlers geboren, in der Schule tat er sich besonders in Biologie hervor, was er später während seines Medizinstudiums zu Nutzen machte.
Nach seiner Graduierung arbeitete er 2 Jahre lang als Flugarzt bei der Air Force und drei weitere Jahre in der Nationalgarde.
Für manche ist Newt Gingrich schon länger in der politischen Geschichte Amerikas verwickelt, als Uncle Sam selbst, dass er derzeit einen enormen Aufschwung in den Umfragen zu verzeichnen hat, zeigt auf, dass die Wähler die 1% immer noch gerne im weißen Haus sehen.
Mit 31 Jahren streckte er zum ersten Mal zaghaft die Hände gen Politik aus, obwohl er bereits in seinen Jahren als Teenager Interesse dafür entwickelte.
1974 gewann er beinahe die Wahl zum republikanischen Kandidaten von Georgias sechsten Distrikt gegen den fast 30 Jahre älteren Jack Flynt, ein großer Erfolg in so jungen Jahren.
Gingrich macht früh auf sich aufmerksam
Besonders in den 90ern, als er bereits Kongressmitglied war, gewann Gingrich durch clevere, ökonomische Sparmaßnahmen, die geplant werden sollten, sobald die Republikaner an die Macht kämen, die Aufmerksamkeit der Medien und schaffte es mit den Republikanern zum ersten Mal seit 1954 die Mehrheit der Sitze im Kongress zu erlangen.
Lewis Black ist einer der großen, gegenwärtigen Stand Up Comedians der USA. Geboren in Washington D.C. scheint er zur politischen Satire geboren worden zu sein.
Geboren wurde er als Lewis Niles Black, am 30. August 1948 in Silver Spring, Maryland. Seinen Schulabschluss machte er Suma cum Laude, weshalb er sich quasi überall an der Universität einschreiben konnte, wo er wollte. Letzten Endes gewann die Univeristy of North Carolina at Chapel Hill, wo er Drehbuchschreiben studierte.
Amerika liebt charismatische, vorzugsweise halbwegs attraktive Präsidenten, die keine Angst davor haben, kontroverse Meinungen zu äußern. Auch wenn er die anderen Eigenschaften mitbringt, kontrovers ist Mitt Romney wirklich nicht, weshalb sein Sieg nur von der Konkurrenz abhängt.
Mitt Romney ist der amerikanische Posterboy. Aufgewachsen in einem reichen Umfeld, ging er auf eine Privatschule, arbeitete schon früh als Assistent für die politischen Kampagnen seiner Eltern, verbrachte lange Zeit als Missionar (Romney und seine Familie sind Mormonen) in Frankreich und studierte später Jura, schloss mit Suma cum laude ab und machte sich sehr erfolgreich selbstständig.
In den USA führt er derzeit die Umfragen als potentieller republikanischer Präsidentschaftskandidat an, aber neben charismatischem Auftreten und ein paar knackigen Schlagwörtern hat Cain nicht so viel zu bieten, wie sich manche Fans wünschen.
1945 geboren, hat Cain schon so einiges hinter sich, Kolumnist, Geschäftsmann, Radiomoderator, CEO einer Pizzakette, Bankdirektor, Mathematiker in der Navy und – das auch immer noch – immer mal wieder vertretender Minister der Baptistenkirche in seinem Wohnort in Atlanta.
Wirtschaftsboss Cain
In der Wirtschaft kennt er sich aus, im Restaurantbusiness hat er eine Burger King Filiale aufgezogen, die Pizzakette „Godfather’s Pizza“ durch starke Filialenschließung profitabel gemacht und war langjährig CEO der National Restaurant Association, war in der Rolle auch ein großer Einfluss auf den gescheiterten Health Care Plan Clintons im Jahre 1993, mit dem gegenwärtig immer noch aggressiven Argument, dass mehr Kosten für die Arbeitgeber dafür sorgen würden, dass sie weniger Angestellte halten könnten. Cain, dessen Vater bis zu drei Jobs gleichzeitig hatte, um sich ein Haus zu kaufen und seine beiden Söhne aufs College zu schicken, ist mittlerweile weit entfernt von der Arbeiterklasse und verkörpert die 1% ebenso, wie die meisten anderen Kandidaten.
25 Länder hat es schon ergriffen, „Occupy Wallstreet“ wird zu einer Massenbewegung des Prostestes. Gegner bemängeln den teilweise schwammigen Protestgrund, während Befürworter vor allem mit der Staatsgewalt zu kämpfen haben.
Ein weiteres London-Debakel ist es wahrlich nicht, aber auch „Occupy Wallstreet“ hat seinen Anteil an Skandalen gehabt, die großen Zeitungen sind sich nicht sicher, wessen Seite sie nun einnehmen, selbst Befürworter und Gegner sehen sich aufgrund der allgemeinen Verwirrung irgendwo Zwischendrin.
Wie alles begann
Die Wirtschaftskrise hat das Volk und den Präsidenten in die Knie gezwungen, die versprochene Reichensteuer blieb erst einmal aus, denn die Lobby machte Obamas Kampf unmöglich, die Krisensituation einzudämmen. Höhere Steuern für den Mittelstand, der kaum noch als solcher bezeichnet werden konnte, waren der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte.